Untermietvertrag - eine adäquate Lösung

Untermietvertrag - eine adäquate Lösung

Ein Untermietvertrag kann in bestimmten Lebensphasen eine adäquate Lösung sein. Doch ein Untermieter hat nicht dieselben Rechte, wie ein Hauptmieter. Dieser Ratgeber zeigt auf, worauf Sie beim Abschluss eines Mietvertrags zur Untermiete achten sollten.

Erlaubnis des Vermieters und Haftung

Untervermietung - was ist erlaubt? © fotolia.com/ jumedita

Bevor ein Hauptmieter eine Person zur Untermiete in eine Wohnung aufnimmt, muss er im Vorfeld die Erlaubnis des Vermieters einholen. Dieses sollte schriftlich und unter Anwendung einer angemessenen Frist erfolgen. Die Dauer der Frist ist gesetzlich nicht näher bestimmt. Zwar ist im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert, dass ein Hauptmieter Anspruch auf die Untervermietung eines Teils seines Wohnraums hat, wenn berechtigtes Interesse besteht. Jedoch hat der Vermieter ein Recht auf Informationen über den künftigen Untermieter, über die Gründe der geplanten Untervermietung sowie über die zur Untervermietung vorgesehenen Räume und Einrichtungsgegenstände. Ein berechtigtes Interesse an einer Unter­vermietung begründen unter anderem diese Punkte:

  • Scheidung und damit verbundene finanzielle Mehrbelastung des verbleibenden Mieters
  • Auszug von Partner oder Kindern und dadurch begründete Angst vor Einsamkeit
  • Arbeitslosigkeit oder vermindertes Einkommen

Da der Hauptmieter dem Vermieter eine konkrete Person nennen muss, die zur Untermiete einzieht, erfolgt eine Untervermietung personengebunden.

Eine allgemeingültige Erlaubnis zur Untervermietung, die es dem Hauptmieter ermöglicht, seine Räume an beliebige Untermieter zu vermieten, kann ein Vermieter grundsätzlich verweigern. Der Vermieter kann die Zustimmung zu einer personenbezogenen Untervermietung jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen verweigern:

  • Die Wohnung wird durch eine Untervermietung überbelegt.
  • Die benannte Person kann dem Vermieter nicht zugemutet werden, z.B. weil diese sich in der Vergangenheit beleidigend verhalten hat, den Vermieter bedroht oder angegriffen hat.
  • Es gibt sonstige Gründe, die im schlimmsten Fall im Zuge einer gerichtlichen Auseinandersetzung auf Zulässigkeit zu prüfen sind.

Untermietvertrag und Kündigungsfristen

Der Hauptmieter bleibt gegenüber dem Vermieter haftbar und muss für etwaige Beschädigungen durch den Untermieter gerade stehen. Auch wenn der Untermieter die Miete nicht oder erst verspätet bezahlt, muss der Hauptmieter seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen. Er muss selber darauf achten, dass der Untermieter die Vertragspflichten erfüllt. Deshalb ist es sinnvoll, die Pflichten, die sich aus dem Hauptmietvertrag ergeben, auch auf den Untermieter zu übertragen. Auf diese Weise hat der Hauptmieter die Möglichkeit, den Untermieter ggf. zur Rechenschaft zu ziehen. Vor diesem Hintergrund ist es empfehlenswert, folgende Punkte in einen Untermietvertrag aufzunehmen:

  • Miethöhe, Zeitpunkt der Zahlung und Verzugszinsen, Kaution
  • Kündigungsfristen
  • Auflistung der überlassenen Räume und Gegenstände
  • Anzahl der überlassenen Schlüssel
  • Höhe der Betriebskosten
  • Vereinbarung über Schönheitsreparaturen und Malerarbeiten

Bei einem Mietvertrag zur Untermiete wird das Vertragsverhältnis zwischen dem Hauptmieter und dem Untermieter begründet. Es besteht also folgerichtig kein Vertragsverhältnis zwischen dem Vermieter und dem Untermieter. Aufgrund dessen kann der Vermieter dem Untermieter auch nicht kündigen. Der Kündigungsschutz zwischen Hauptmieter und Untermieter folgt besonderen Regelungen und hängt von der Art der Untervermietung ab. Bei der Untervermietung eines möblierten Zimmers beträgt die Kündigungsfrist einen Tag bei täglicher Mietzahlung, eine Woche zum Samstag bei wöchentlicher Mietzahlung und bis zum 15. eines Monats zum Ende eines Monats bei monatlicher Mietzahlung.

Der Untermietvertrag - für viele eine gute Lösung

Für einen Untermietvertrag gelten andere Regeln als für einen normalen Mietvertrag. Hier gibt es mehr Informationen dazu.

Video zum Untermietvertrag

Berechnung der Wohnfläche

Statistik zum Untermietvertrag

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Begriffe aus unserem Glossar

Top-Begriffe zum Thema haben wir für Sie zusammengestellt:

  • Untermiete
    Mieter überlässt einer anderen Person teilweise oder ganz eine Wohneinheit [mehr]
  • Mietkaution
    Sicherheit für den Vermieter bei Mietvertrags­abschluss [mehr]
  • Kündigung
    Beendigung eines Vertragsverhältnisses [mehr]

Checklisten/ Vorlagen zum Untermietvertrag