Wenn man diese Gesichtspunkte berücksichtigt, ist der Neubau nicht nur umweltbewusst, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll gestaltet und hilft beim Energiesparen. Bereits bei der Standortwahl ist es wichtig, auf bestimmte Kriterien zu achten. Windschutz durch andere Gebäude oder Wälle sowie die Verschattung durch diese sollte man, gerade hinsichtlich der kalten Jahreszeiten, zusätzlich bedenken, um Energie zu sparen. Ebenso wichtig ist die Ausrichtung des Gebäudes, da es hierbei möglich ist, kostenfreie, natürliche Sonnenwärme sinnvoll zu nutzen. Außerdem ist zu beachten, dass für alle Neubauten die Energiesparverordnung (EnEV) bindend ist, und in ihrer gegenwärtigen Fassung von allen Bauherren eingehalten werden muss.
Bei der Wahl der Heizungstechnik und der Technik für die Warmwasseraufbereitung sollte die Wirtschaftlichkeit genau geprüft werden, denn diese spielt in der Energiebilanz eine wichtige Rolle und hilft enorm beim Energiesparen. Dabei sollte das Wärmeversorgungsystem im Neubau verschiedensten Kriterien entsprechen. Kostengünstig, umweltschonend und unkompliziert und energiesparend sind hier die Schlagworte.
Energiesparen heißt auch, dass man im Vorfeld gezielt einen Vollkostenvergleich der verschiedenen Energieträger vornehmen sollte. Dabei hat man die Wahl zwischen Erdgas, Nahwärme, Strom und Heizöl. Je nach Ansprüchen und Verbrauch sollte hier genau recherchiert und gerechnet werden, denn noch immer werden zwei Drittel der Energie, die in deutschen Haushalten verbraucht werden, von Heizung und Warmwasserbereitung "gefressen". Deshalb sollte alles penibel geplant werden, um möglichst viel Energie sparen zu können.
Auch an eine guten Dämmung sollte bei einem Neubau gedacht werden, rechnet sich diese doch bereits mittelfristig in der Energiekostenbilanz. Hier gilt eine ganz einfache Rechnung: je weniger Energie verloren geht, desto weniger muss produziert werden, und umso weniger Kosten entstehen. Außerdem sorgt eine gute Dämmung ebenfalls für ein besseres Wohnklima und für nachhaltigen Klimaschutz durch verringerten CO2-Ausstoß. So kann man ganz leicht viel Energie sparen, und man sollte bedenken, dass sich Fehler in der Planung nur sehr schlecht und recht kostenintensiv korrigieren lassen. Darum sollte der Bauherr durchaus bereits in eine stärkere Dämmung investieren, als in der EnEV verlangt wird.

